Fallstudie
AWG-Konzept und Wareneingangskontrolle in einem Kunststoff-Verarbeiter
Kunststoff-Spritzguss · AWG/AWK + Wareneingangskontrolle · KMU · 4 Monate
Ausgangslage
Ein mittelständischer Kunststoff-Spritzguss-Betrieb stand unter doppeltem Druck: eine behördliche Aufforderung zur Aktualisierung des Abfallwirtschaftskonzepts nach §§ 10 ff. AWG sowie eine Welle von Kundenreklamationen aufgrund schwankender Material-Qualität in den eingehenden Polymer-Chargen. Beide Themen überlagerten sich operativ, weil sowohl die Qualitäts- als auch die Umweltverantwortung in derselben dünn besetzten Abteilung lagen.
Das Mandat
Doppel-Mandat über vier Monate: Erstellung eines rechtssicheren Abfallwirtschaftskonzepts für die Behördenvorlage und parallel der Aufbau einer prozesssicheren Wareneingangskontroll-Disziplin für Roh- und Sekundär-Polymere.
Maßnahmen
Für das AWK wurde der Stoffstrom in vollem Umfang aufgenommen — von Rohstoff-Anlieferung über Produktions-Reststoffe bis zur Verwertungs- und Entsorgungslogistik. Die Dokumentation erfolgte nach den Vorgaben der ÖWAV-Richtlinien.
Parallel wurde am Wareneingang eine schlanke Prüfroutine etabliert: Schmelzflussrate (MFR/MVR) je Lieferung, Feuchtemessung bei hygroskopischen Polymeren, Dichtebestimmung als Kontroll-Stichprobe. Lieferanten-Reklamationen wurden ab diesem Zeitpunkt mit harten Messwerten dokumentiert.
Ergebnis
Das AWK wurde von der Bezirksverwaltungsbehörde ohne Nachforderung akzeptiert. Die Reklamationsquote aus Material-Streuung sank in den darauffolgenden Monaten deutlich, weil Lieferanten bei messbaren Abweichungen sofort konfrontiert werden konnten. Das Wareneingangskontroll-Konzept wurde in das bestehende QM-System nach ISO 9001 nahtlos integriert.
Kontext
Kunststoff-Spritzguss · AWG/AWK + Wareneingangskontrolle · KMU · 4 Monate
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