Fallstudie
Interim-Werksleitung in einem kunststoffverarbeitenden Industriebetrieb
Kunststoffverarbeitung · Spritzguss + Extrusion · Mittelstand · Niederösterreich · 6 Monate
Ausgangslage
Ein mittelständischer Zulieferbetrieb der Kunststoffindustrie stand durch den abrupten Abgang des Werksleiters vor kritischen Lieferengpässen. Gleichzeitig führten unzureichend abgestimmte Prozessparameter an den Extrusions- und Spritzgussanlagen zu erhöhten Ausschussraten bei anspruchsvollen Sichtbauteilen. Die OEE (Gesamtanlageneffektivität) war innerhalb weniger Wochen unter das wirtschaftliche Mindestmaß gefallen.
Das Mandat
Sofortige Übernahme der disziplinarischen und operativen Werksleitung ad interim. Vorrangige Ziele waren die lückenlose Absicherung der Kundentermine, das Einfrieren der Qualitätsabweichungen und die prozessuale Stabilisierung des gesamten Shopfloors innerhalb eines fest definierten Zeitfensters von sechs Monaten.
Maßnahmen
Direkt an den Maschinen wurden die Zylindertemperaturen und Werkzeuginnendrücke systematisch analysiert und ein stabiles Prozessfenster fixiert. Zur Verkürzung der Rüstzeiten wurde die SMED-Methodik mit dem verbleibenden Schichtpersonal direkt an den Linien etabliert.
Die Wareneingangskontrolle für die Rohpolymere wurde um rheologische Schnellprüfungen ergänzt, um Chargenschwankungen vor dem Spritzgießen zu isolieren. Parallel wurde mit dem Eigentümer ein Übergabe-Plan für die Nachfolge entwickelt.
Ergebnis
Die Lieferfähigkeit wurde ab der zweiten Woche des Mandats zu einhundert Prozent stabilisiert. Die produktionsbedingte Ausschussquote sank durch die prozessmechanischen Korrekturen dauerhaft. Nach der erfolgreichen Stabilisierung wurde der Bereich schlüsselfertig an eine neu rekrutierte interne Nachfolge übergeben.
Kontext
Kunststoffverarbeitung · Spritzguss + Extrusion · Mittelstand · Niederösterreich · 6 Monate
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